(Danke an Ravensburger Verlag für das digitale Rezensionsexemplar von Stay with me in Willow Falls. Meine Meinung bleibt natürlich wie immer völlig ehrlich.)
“Tu einfach, was du in den letzten Jahren nicht getan hast: Absolut gar nichts!”
Wir sind zurück in Willow Falls! Bereits nach dem ersten Band Take me home to Willow Falls war die Nachfrage nach einer Fortsetzung groß. Viele Fans, mich eingeschlossen, haben Autorin Greta Milan auf Instagram gebeten, uns noch einmal in diese kleine Stadt voller Cosy-Vibes und Gilmore-Girls-Gefühl zurückzuführen.
Und tatsächlich: Anfang September ist mit Stay with me in Willow Falls der zweite Teil erschienen. Dieses Mal stehen Paige und Miles im Zentrum der Handlung. Zum Glück tauchen auch alte Bekannte wie Cassie und Jared wieder auf – Figuren, die man schon im ersten Band ins Herz geschlossen hat. Außerdem gibt es neue Charaktere, die frischen Wind in die Geschichte bringen.
Inhalt & Story
Der Auftaktband konnte mich 2024 begeistern, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an die Fortsetzung. Greta Milan versteht es, von Beginn an die vertraute Kleinstadtatmosphäre aufleben zu lassen. Cafés, kleine Straßen und bekannte Gesichter – man hat sofort das Gefühl, zurück in Willow Falls zu sein.
Was mir jedoch ein wenig gefehlt hat, war das Herbst-Gefühl, das das Cover so stark vermittelt. Bunte Blätter, Kürbisduft, dieses besondere Cosy-Feeling – genau das hatte ich mir inhaltlich gewünscht. Zwar schadet das der Geschichte an sich nicht, aber es wäre das i-Tüpfelchen gewesen, das den Band besonders gemacht hätte.
Einen weiteren Punkt, den ich kritisch sehe, sind die Spicy-Szenen. Ich lese zwar sehr gerne Dark Romance, doch in dieser Geschichte waren es für mich schlicht zu viele. Einige Szenen wirkten aufgesetzt oder leicht „cringe“, sodass ich mich gefragt habe, ob sie in dieser Menge wirklich notwendig waren. Natürlich ist das Geschmackssache – andere Leserinnen werden es vielleicht gerade deswegen lieben.
Charaktere & Spannung
Paige und Miles haben mir als Hauptfiguren gut gefallen. Ihre Dynamik hatte etwas von Yin und Yang: Gegensätzlich, aber gleichzeitig auf eine spannende Weise passend. Das klassische Haters-to-Lovers-Schema bringt Konflikte, prickelnde Spannung und ein Knistern mit sich, das für Unterhaltung sorgt. Zwar konnte man bestimmte Wendungen vorhersehen, aber das hat mich nicht gestört – im Gegenteil, es hat die Vorfreude auf das, was kommt, noch gesteigert.
Weniger glücklich war ich mit der Figur Ryder. Er wirkte für mich durchweg unsympathisch und eher wie ein Antagonist, auch wenn er vermutlich nicht so konzipiert war. Besonders sein Verhalten gegenüber Paige und Miles empfand ich als schwierig. Dadurch hat er meine Sympathie für die Geschichte teilweise gebremst.
Fazit
Stay with me in Willow Falls ist ein schöner Roman für zwischendurch, der viel Kleinstadtflair und liebenswerte Figuren bietet. Allerdings konnte er für mich nicht ganz mit dem ersten Band mithalten. Die fehlende Herbst-Atmosphäre und die zahlreichen Spicy-Szenen haben das Leseerlebnis etwas getrübt.
Trotzdem freue ich mich sehr auf den dritten Teil, der im nächsten Herbst erscheinen soll. Denn egal, ob mit oder ohne Gilmore-Girls-Vibes – nach Willow Falls kehre ich gerne zurück.
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