Als ich mit dem Buchbloggen angefangen habe, hatte ich keine Strategie, keinen Plan und ehrlich gesagt auch keine Ahnung, worauf ich mich einlasse. Ich wollte einfach über Bücher sprechen, die mich berühren. Mehr nicht. Dass ein Buchblog irgendwann SEO, Kooperationen, Zeitmanagement und auch Selbstzweifel mit sich bringt, hatte mir niemand gesagt. Über die Jahre hat sich nicht nur mein Blog, sondern auch mein Blick aufs Bloggen verändert. (Mehr über meinen Weg findest du hier.)
Heute, einige Jahre später, blicke ich auf viele schöne Momente zurück – aber auch auf Fehler, aus denen ich lernen musste. Rückblickend waren genau diese Fehler wichtig. Sie haben mir gezeigt, wie ich bloggen möchte, was mir wirklich Freude macht und worauf es ankommt.
Wenn du gerade einen Buchblog startest oder darüber nachdenkst, kennst du diese Fragen vielleicht. Und vielleicht helfen dir genau diese Erfahrungen weiter – egal, ob du gerade erst beginnst oder schon länger bloggst.
Fehler 1 beim Buchbloggen: Zu viele Rezensionsexemplare angenommen
Am Anfang fühlte sich jedes Rezensionsexemplar wie eine kleine Auszeichnung an. Verlage schreiben dir, schicken dir Bücher – das ist schmeichelhaft. Also sagte ich oft Ja. Zu oft.
Irgendwann merkte ich:
Mein SuB bestand plötzlich nicht mehr aus Wunschbüchern, sondern aus Verpflichtungen. Lesen fühlte sich nicht mehr leicht an, sondern wie eine To-do-Liste.
Was ich gelernt habe
Heute wähle ich Bücher viel bewusster aus – wie bei dieser Rezension hier. Ich nehme nur noch Bücher an, die mich wirklich interessieren. Wenn ein Buch Druck auslöst, leidet die Freude – und das merkt man auch der Rezension an.
Fehler 2 beim Buchbloggen: Vergleichsdruck mit anderen
Followerzahlen, Kooperationen, Reichweite – es ist leicht, sich zu vergleichen. Und plötzlich fragt man sich: Warum bin ich nicht so weit?
Ich hatte Phasen, in denen ich mich mehr mit anderen verglichen habe als auf meinen eigenen Weg zu schauen.
Was ich gelernt habe
Jeder Blog wächst anders. Leser bleiben nicht wegen Zahlen – sondern wegen Persönlichkeit und ehrlicher Empfehlungen.
Fehler 3 beim Buchbloggen: SEO lange ignoriert
Lange Zeit habe ich SEO fast bewusst ausgeblendet. Ich wollte einfach über Bücher schreiben, ohne an Keywords oder Google zu denken. Das Problem war nur: Meine Rezensionen waren mit Herz geschrieben, aber sie wurden kaum gefunden.
Was ich gelernt habe
Erst durch meine berufliche Weiterentwicklung als Online-Redakteurin habe ich verstanden, wie SEO wirklich funktioniert. Und da hatte ich einen Aha-Moment.
SEO heißt nicht, für Google zu schreiben. Es heißt, Inhalte so aufzubereiten, dass die richtigen Leser sie finden.
Heute ist SEO für mich kein Zwang, sondern ein Werkzeug. Denn eine Rezension, in die man Zeit und Gedanken steckt, darf auch gelesen werden. Seit ich meine Beiträge optimiere, erreichen sie deutlich mehr Menschen.
Fehler 4 beim Buchbloggen: Unregelmäßig gepostet
Es gab Zeiten, da war ich hochmotiviert und habe viele Beiträge geplant. Und dann kamen wieder Wochen, in denen der Blog still blieb. Nicht aus Desinteresse – sondern weil das Leben dazwischenkam.
Was ich gelernt habe
Ein realistischer Rhythmus ist wichtiger als ein perfekter Plan. Ein Blog darf sich dem eigenen Alltag anpassen.
Fehler 5 beim Buchbloggen: Zu vorsichtig mit Kritik
Ich wollte niemanden enttäuschen – weder Autoren noch Verlage. Also fiel Kritik oft sehr vorsichtig aus.
Mit der Zeit habe ich gemerkt: Leser merken, wenn man sich zurückhält.
Was ich gelernt habe
Respektvolle Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Nicht jede Geschichte passt zu jedem Menschen – und das ist in Ordnung.
Fehler 6 beim Buchbloggen: Zu wenig Persönlichkeit gezeigt
Früher habe ich oft sehr sachlich geschrieben. Viel Inhaltsangabe, wenig Gefühl. Dabei ist Lesen doch etwas Emotionales.
Was ich gelernt habe
Heute erzähle ich mehr davon, wie sich ein Buch für mich angefühlt hat. Genau das macht Rezensionen lebendig. Wie ich Rezensionen heute aufbaue, habe ich hier genauer erklärt.
Fehler 7 beim Buchbloggen: Den Zeitaufwand unterschätzt
Bloggen sieht von außen oft leicht aus. Ein Beitrag hier, ein Post da. In Wirklichkeit steckt viel dahinter: Fotos, Texte, Planung, Social Media und SEO.
Was ich gelernt habe
Bloggen ist Leidenschaft – aber eben auch Arbeit. Und beides darf nebeneinander existieren. Weitere Einblicke ins Bloggen findest du in meinen Blogger-Tipps.
Fazit: Ich würde wieder anfangen
Trotz aller Fehler würde ich wieder mit dem Buchbloggen beginnen. Nicht, weil alles immer leicht war. Sondern weil dieser Blog mir so viel gegeben hat: schöne Gespräche, neue Perspektiven und besondere Buchmomente.
Mein Blog ist mit mir gewachsen. Mit meinen Erfahrungen, meinem Lernen und auch meinen Umwegen. Gerade wenn man einen Buchblog startet, merkt man schnell, dass vieles durch Ausprobieren entsteht.
Man muss nicht perfekt starten. Man darf unterwegs lernen. Ein Buchblog muss nicht perfekt sein – aber ehrlich. Ich teile solche Erfahrungen auch regelmäßig auf Instagram.
Und jetzt du
Bloggst du selbst oder spielst mit dem Gedanken, einen Buchblog zu starten? Gab es bei dir einen Moment, in dem du dachtest: „Das hätte ich gern früher gewusst“?
Ich freue mich auf deine Erfahrungen.






